22. Januar 2024 Stefan Maier

Gemeinsam gegen Rechtsextremismus: Wir erheben unsere Stimme!

Von der Straße bis zum Wirtschaftsforum - Ein Aufruf für Menschlichkeit und Vielfalt gegen AfD und rechtsextremes Gedankengut

Wir freuen uns sehr, dass am letzten Wochenende unzählige Menschen aus der Mitte der Gesellschaft in ganz Deutschland auf die Straße gegangen sind, um gegen die AfD, das Düsseldorfer Forum und weiteres braunes Gedankengut aufzustehen. Auch wir lehnen die Gedanken und Ziele der AfD und vor allem der des Düsseldorfer Forums absolut ab und hoffen darauf, dass sich die Menschen weiterhin erheben und dass Politik und Wirtschaft sich endlich und eindeutig für ein Miteinander und Menschlichkeit aussprechen. Die Ziele der AfD werden vielen Menschen schaden, die ihnen heute ihre Stimme geben, zudem wird dieses Denken und Wirken zunehmend problematischer für unsere Wirtschaft.

Spätestens mit den Enthüllungen durch Correctiv wird deutlich, was AfD und Konsorten vorhaben. Es ist schrecklich, macht uns Angst und uns graust es zu sehen, dass rechtsextreme Gedankengänger einen „Masterplan“ für Deutschland entwerfen. Was maßen die sich an?

Als Teil der deutschen Wirtschaft fragen wir uns, was dieser Masterplan, neben der humanistischen Niedertracht, für die Volkswirtschaft und unser Unternehmen bedeutet. Wenn wir uns unsere kleine Prior1 anschauen, dann bedeutet das, dass wir ohne unsere Kollegen und Kolleginnen mit Migrationshintergrund kaum noch arbeitsfähig wären. Sie machen ca. 20 Prozent unserer Belegschaft aus. Diese Mitarbeitenden halten unseren Laden am Laufen! Diese haben niemandem einen Arbeitsplatz weggenommen, sondern den Job bekommen, weil sie fähig, arbeitswillig, freundlich und motiviert sind. Mal ganz davon abgesehen, fragen wir uns, wie unser Sozial- und Rentensystem ohne diese Mitmenschen funktionieren soll. „Es kann nicht funktionieren!“

Wir haben lange genug den Weigels, Aiwangers, Höckes, Grubers und sonstigen geschichtsvergessenen Menschen freundlich zugehört und versucht, mit Sachargumenten und Fakten dagegenzuhalten. Es macht einfach keinen Sinn! Es ist an der Zeit, dass sich die Wirtschaft erhebt und zu Wort meldet. Es ist an der Zeit, dass wir in den Unternehmen dieses traurige Kapitel auf den Tisch legen, darüber diskutieren und aufklären. Wir hoffen sehr, dass ein dauerhafter Gegenwind entsteht, der dieses braune Gedankengut in die Ecke der Bedeutungslosigkeit zurücktreibt.

Wir hoffen sehr, dass wir uns unsere Demokratie erhalten und uns gemeinsam für ein gutes, menschliches Miteinander einsetzen. Begriffe wie „Remigration“ lehnen wir ab, da wir diese als menschenverachtend ansehen. Wir heißen jeden willkommen, der oder die sich einbringen möchte.